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 KLIMAENERGY 2009
Kernkraft und erneuerbare Energien passen nicht zusammen

Vom 24. bis 26. September dreht sich in der Messe Bozen auf der Fachmesse KLIMEANERGY alles um erneuerbare Energien. In einem IWR-Interview hat Deutschalands Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu diesem Thema die Zukunftsperspektiven für Deutschland dargestellt.


Neben dem erfolgreichen Stromsektor sei nun im regenerativen Wärmebereich
ein "Blitzstart hingelegt" worden. Ziel ist es, mit den verschiedenen
Instrumenten erneuerbare Energien in Gebäuden zu fördern, den riesigen
Sanierungs- und Modernisierungsstau bei der Wärmedämmung abzubauen und so
den fossilen Wärmebedarf bis 2020 um ein Viertel zu verringern, so
Gabriel. Im Biotreibstoffsektor sieht Gabriel die Zukunft in den
Biokraftstoffen der zweiten Generation und "nicht in der Rapsmühle um die
Ecke". Ab 2015 sollen die Emissionen bei der Herstellung der
Biotreibstoffe berücksichtigt und nur der tatsächliche Netto-Beitrag zur
Treibhausgasverminderung betrachtet werden. Gabriel hebt hervor, dass
perspektivisch im Verkehrssektor erneuerbare Energien und Elektromobilität
hervorragend zusammen passen und das Elektroauto so zum echten
Nullemissionsfahrzeug wird.
Ein weiterer Förderschwerpunkt
im regenerativen Forschungsspektrum ist die Optimierung des
Stromversorgungssystems, um erneuerbare Energien besser zu integrieren.
Ziel ist es, ein innovatives, zukunftsfähiges Energiesystem mit einem
hohen Anteil erneuerbarer Energien zu schaffen. Projekte wurden auf den
Weg gebracht, die zeigen sollen, wie Elektrofahrzeuge zur
Systemintegration erneuerbarer Energien genutzt werden können.


Einer Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken erteilte Gabriel
erneut eine Absage. Wie die Argumente der Stromversorger in Großbritannien
untermauerten, würde eine Verlängerung den Ausbau der erneuerbaren
Stromerzeugung in Deutschland massiv behindern. Gabriel: "Kernkraft und
erneuerbare Energien passen einfach nicht zusammen. Es macht schon einen
Unterschied, ob die großen, alten Atommeiler als Anbieter und Wettbewerber
im Strommarkt bleiben oder nach und nach vom Netz gehen, wie es zwischen
Bundesregierung und Energiewirtschaft vertraglich vereinbart ist".


Das vollständige Interview mit Umweltminister Sigmar Gabriel kann im
aktuellen IWR-Monatsreport 05/09 "Regenerative Energiewirtschaft"
nachgelesen werden.
http://www.solarserver.de/solarmagazin/news.html#news10619


 


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